Primion Cloud: Warum der Umzug nach Europa mehr ist als ein Standortwechsel 

2019 DEC FR PARIS IMAGE 0119 BD

Wo Unternehmens- und Personaldaten gespeichert und verarbeitet werden, ist längst nicht mehr nur eine technische Frage. Auch der rechtliche Rahmen und die Kontrolle über die eigenen Daten werden für Unternehmen immer wichtiger. Primion hat deshalb seine Cloud-Infrastruktur in eine europäische Hosting-Umgebung migriert.  

Alexander Friesen, Director Research & Development bei Primion, erklärt, warum dieser Schritt notwendig war, was er für die Primion-Kunden bedeutet und weshalb der Umzug erst der Anfang ist. 

Alexander, viele Kunden bemerken von dem Umzug vermutlich zunächst gar nichts. Warum ist er trotzdem so wichtig? 

Alexander Friesen: Weil sich im Hintergrund etwas Grundlegendes verändert hat. Die Daten unserer Cloud-Lösungen werden nun in einer europäischen Hosting-Umgebung betrieben und verarbeitet. Dafür setzen wir auf OVHcloud, einen der größten europäischen Cloud-Anbieter. Für unsere Kunden bleiben die gewohnten Funktionen erhalten. Zugleich stärken wir die Kontrolle über die Daten und richten unsere Infrastruktur noch konsequenter auf europäische Anforderungen aus. 

Warum hat Primion diesen Schritt unternommen? 

Alexander Friesen: Datensicherheit allein reicht heute nicht mehr aus. Die Unternehmen möchten auch wissen, wo ihre Daten verarbeitet werden, welchem rechtlichen Rahmen ein Cloud-Anbieter unterliegt und welche Zugriffsregelungen gelten. Gerade bei sensiblen Unternehmens- und Personaldaten werden diese Fragen immer wichtiger. Für uns war deshalb klar, dass wir unsere Cloud-Strategie noch stärker im europäischen Rechtsraum verankern wollen. 

Ist der Standort des Rechenzentrums also wichtiger als die eingesetzte Technologie? 

Alexander Friesen: Beides gehört zusammen. Eine Cloud muss technisch sicher, leistungsfähig und verfügbar sein. Gleichzeitig spielt der rechtliche Rahmen eine entscheidende Rolle. Der reine Speicherort der Daten beantwortet daher noch nicht alle Fragen. Ebenso wichtig ist, welchen gesetzlichen Regelungen der Anbieter unterliegt. Mit einer europäischen Hosting-Umgebung schaffen wir hier mehr Klarheit und Transparenz. 

Innovation und Datensouveränität sind für uns keine Gegensätze.  
Eine  gute Cloud-Strategie muss beides miteinander verbinden.

Alexander Friesen

Was bedeutet das konkret für die Kunden von Primion? 

Alexander Friesen: Vor allem mehr Datensouveränität. Unsere Kunden erhalten eine moderne und skalierbare Cloud-Infrastruktur mit hohen Sicherheits- und Verfügbarkeitsstandards. Gleichzeitig verbleiben die Daten unserer Cloud-Lösungen innerhalb einer europäischen Hosting-Umgebung. Das unterstützt Unternehmen dabei, ihre eigenen Anforderungen an Datenschutz und Compliance zu erfüllen. 

Eine Cloud-Infrastruktur zu migrieren, klingt nach einem anspruchsvollen Projekt. Was haben die Kunden davon mitbekommen? 

Alexander Friesen: Im Idealfall möglichst wenig – und genau das war unser Ziel. Die Migration fand im Hintergrund statt, ohne die Funktionen unserer Lösungen zu verändern. Unsere Kunden nutzen ihre Services weiterhin wie gewohnt. Der Unterschied liegt in der zugrunde liegenden Infrastruktur, die nun noch stärker auf europäische Anforderungen ausgerichtet ist. 

War der Wechsel vor allem eine Reaktion auf wachsende regulatorische Anforderungen? 

Alexander Friesen: Die regulatorischen Anforderungen sind ein wichtiger Faktor, aber nicht der einzige. Es geht auch um Vertrauen und langfristige Handlungsfähigkeit. Europa arbeitet seit Jahren daran, seine digitale Souveränität auszubauen. Wir möchten diese Entwicklung nicht nur beobachten, sondern sie in unserer eigenen Cloud-Strategie aktiv berücksichtigen. Für uns ist das eine bewusste und langfristige Entscheidung. 

Bedeutet der Umzug, dass die Cloud-Strategie von Primion nun abgeschlossen ist? 

Alexander Friesen: Im Gegenteil. Der Umzug ist ein wichtiger Meilenstein, aber vor allem schafft er die Grundlage für die nächsten Schritte. Wir werden weiter in moderne Cloud-Technologien investieren, unsere Betriebsprozesse optimieren und unsere digitalen Services ausbauen. Dabei bleiben Sicherheit, Datenschutz und Skalierbarkeit zentrale Leitlinien. 

Was ist dabei das wichtigste Ziel? 

Alexander Friesen: Unsere Kunden sollen leistungsfähige und zukunftsfähige Lösungen nutzen können, ohne die Kontrolle über ihre Daten aus der Hand zu geben. Innovation und Datensouveränität sind für uns keine Gegensätze. Eine gute Cloud-Strategie muss beides miteinander verbinden. 

Danke für die Einblicke, Alexander.

Andere Artikel

2019 DEC FR PARIS IMAGE 0119 BD
| News

Primion Cloud: Warum der Umzug nach Europa mehr ist als ein Standortwechsel 

AdobeStock 2201582525
| News

Primion präsentiert „Converged Security“ für KRITIS auf der protekt in Leipzig  

AdobeStock 1044538797
| News

Primion zeigt auf der GATE FUTURE 2026, wie moderne Flughäfen Zutritt in Echtzeit steuern können 

Human Firewall
| Konvergente Sicherheit

Eine menschliche Firewall aufbauen, Tausende durchdachte Mikroentscheidungen

Workspace Digital Design Visualization
| News

NIS-2 für den Betrieb von Rechenzentren: 10 Schritte, die das Betriebsteam tatsächlich verantwortet

security system check
| News

Die versteckten Kosten veralteter Zutrittskontrollsysteme

1 2 … 4 5