Wie CETIN Serbia Zutrittskontrolle, Zeiterfassung, Alarm- und Videomanagement an mehr als 700 Standorten steuert
CETIN Serbia betreibt einen wesentlichen Teil der Telekommunikationsinfrastruktur in Serbien. Das Standortnetz umfasst mehr als 200 Filialen, 500 Basisstationen sowie Unternehmens- und technische Standorte. Dazu gehören abgelegene Basisstationen, die im Winter Temperaturen von etwa -30 °C und im Sommer bis zu +40 °C ausgesetzt sind. Zutrittskontrolle, Zeiterfassung, Einbruchmeldung, Videoüberwachung, Alarmmonitoring und der Schutz der Basisstationen laufen auf einer gemeinsamen Plattform. Sie basiert auf Primion Technologie und wurde zusammen mit dem internationalen Geschäftspartner JONIK realisiert. Was im August 2005 mit dem Schutz der zentralen Serverräume begann, umfasst heute mehr als 900 Türen, über 9.800 lizenzierte Nutzer und 3.750 Datenpunkte.

Die Installation bei CETIN Serbia umfasst mehr als 200 Filialen, 500 Basisstationen sowie Unternehmens- und technische Standorte
Mit dem Ausbau des Netzes wurden auch die Sicherheitsanforderungen komplexer. Der Schwerpunkt verlagerte sich von klassischen Büro- und Filialumgebungen auf geografisch verteilte technische Standorte und Basisstationen, die extremen Wetterbedingungen ausgesetzt sind. Für den Schutz abgelegener und häufig unbesetzter Standorte war eine zuverlässige Lösung erforderlich, die verschiedene Sicherheits- und Umweltsysteme zusammenführt.
Getrennte Systeme, eingeschränkter Überblick
Vor Einführung der integrierten Plattform arbeiteten die Sicherheitsverantwortlichen an den unterschiedlichen Standorttypen mit separaten Systemen und voneinander getrennten Prozessen. Das erhöhte den Wartungsaufwand, schränkte den Überblick über die aktuelle Lage ein und verlangsamte die Reaktion auf Vorfälle.
Eine Plattform für alle Standorttypen
CETIN benötigte eine zentrale Plattform, um Zutrittskontrolle, Alarmmanagement und Videoüberwachung in Filialen sowie an Unternehmens- und technischen Standorten zu steuern. Die vereinheitlichte Überwachung schafft einen konsistenten Überblick über den Betrieb. Gleichzeitig unterstützt die skalierbare Architektur das weitere Wachstum des Netzes.
Was die Architektur leisten musste
Der intelligente Controller IDT 32 von Primion wurde zu einer zentralen Komponente der Lösung. Er unterstützt die Zutrittskontrolle und bindet zugleich Einbruchmeldesysteme, Videoüberwachung, Brandmeldung, Temperatur- und Feuchtigkeitserfassung, Heizkabel sowie die Überwachung der Umgebungsbedingungen ein.
Für die besonderen Anforderungen von Telekommunikationsstandorten entwickelte JONIK das ICU-Gerät. Diese spezielle Schutzeinheit für Basisstationen ist direkt in die Sicherheitsmanagement-Plattform von Primion integriert. Mit der ICU lassen sich Standortbedingungen und Sicherheitsereignisse zentral überwachen. Bediener können dadurch aus einer einzigen Systemumgebung heraus reagieren.
Vom Pilotprojekt 2005 zum Zentrum einer integrierten Sicherheitsplattform
Die Zusammenarbeit begann im August 2005 mit einem Pilotprojekt für Zeiterfassung und Zutrittskontrolle zum Schutz der zentralen Serverräume von Telenor Serbia. Dessen Telekommunikationsinfrastruktur wird heute von CETIN Serbia betrieben. Innerhalb eines Jahres entwickelte sich die Primion Plattform zum Rückgrat einer integrierten Sicherheitsumgebung. Sie umfasste die technische Zentrale, kritische Infrastruktur und weitere Hochsicherheitsbereiche und unterstützte mehr als 1.000 Mitarbeitende in über 80 Gebäuden.
Im Zuge der Projekterweiterung erhielten Primion und JONIK außerdem den Auftrag, ein neu eröffnetes, von Telenor betriebenes Rechenzentrum in Belgrad abzusichern. Der Zutritt zu den IT-Racks wurde über RFID-Leser von Primion gesteuert. Nutzer mussten eine berechtigte Karte und ihre persönliche PIN vorlegen und erhielten ausschließlich Zutritt zu den für sie freigegebenen Geräten.
Mit der Entwicklung des Telekommunikationsmarktes entstanden aus der ursprünglichen Telenor Installation zwei große Systeme: CETIN Serbia und One Montenegro, vormals Telenor Montenegro. Beide Unternehmen setzen weiterhin auf die Technologien von Primion und JONIK, um ihre Unternehmens-, Filial- und technischen Standorte abzusichern.
Heute im Einsatz: Sicherheit im großen Maßstab für Menschen, Standorte und Betriebsabläufe
Für den Sicherheitsbetrieb steuern mehr als 150 Controller, überwiegend Primion IDT 32, über prime WebAccess mehr als 900 gesicherte Türen. Die Installation umfasst 550 Primion MIFARE DESFire Leser, davon mehr als 250 mit Tastatur, über 100 Primion pKT Komponenten und 70 JONIK ICU Geräte zum Schutz abgelegener Basisstationen. Im Workforce-Management unterstützt prime WebTime mehr als 9.800 Nutzer.
Im Zentrum der Lösung steht prime Security Management (pSM). Es bietet eine vereinheitlichte Betriebsumgebung für Zutrittskontrolle, Einbruchmeldungen und Videoüberwachung. Die Plattform ist für 3.750 Datenpunkte lizenziert und integriert Primion prime WebAccess, Milestone Systems, Bosch Conettix sowie individuell von JONIK entwickelte Treiber, unter anderem für Paradox, Watchdog und HR-Anwendungen. Statt zwischen isolierten Systemen zu wechseln, sehen Bediener Alarme, rufen zugehörige Videoaufzeichnungen auf und untersuchen Vorfälle über eine einzige Benutzeroberfläche. Das verbessert den Überblick über die aktuelle Lage und ermöglicht effizientere Reaktionen.
Dieselbe Architektur, angepasst für One Montenegro
One Montenegro nutzt dieselbe bewährte Architektur, angepasst an die lokale Infrastruktur und die betrieblichen Anforderungen. Das System umfasst mehr als 30 Filialen sowie Unternehmens- und technische Standorte. Zum Einsatz kommen mehr als 25 Primion IDT 32 Controller, 240 gesicherte Türen und über 130 Primion MIFARE DESFire Leser, darunter 60 mit Tastatur. JONIK ICU Geräte schützen abgelegene Basisstationen. Die prime WebSystems Lizenzen decken 800 Nutzer ab, die prime Security Management Lizenz umfasst 1.250 Datenpunkte.
Über prime Security Management profitiert One Montenegro von der Integration der Milestone Videoüberwachung, der Primion Zutrittskontrolle und der Paradox Einbruchmeldung. Schließtechnik von ASSA ABLOY sorgt für zusätzlichen physischen Schutz an abgelegenen Basisstationen.
Unsere bisherigen Erfahrungen aus dieser Partnerschaft haben eines gezeigt: Mit harter Arbeit und Engagement lässt sich selbst für die einzigartigen und besonderen Sicherheitsanforderungen eines Unternehmens wie Telenor eine Lösung finden.
Aleksandar Jakovljevic, Telenor Serbia, über die ursprüngliche Telenor Installation
Das System in Zahlen
700+
zentral verwaltete Standorte
900+
gesicherte Türen
3.700+
durch die pSM Lizenz abgedeckte Datenpunkte
Eine Partnerschaft mit Zukunft
Die vor mehr als zwei Jahrzehnten mit Telenor begonnene Zusammenarbeit hat sich an neue Technologien, organisatorische Veränderungen und steigende Sicherheitsanforderungen angepasst. CETIN Serbia und One Montenegro betreiben heute integrierte Sicherheitssysteme für moderne Telekommunikationsnetze. Die zentral verwaltete Plattform unterstützt das weitere Wachstum des Netzes, hohe Verfügbarkeit an abgelegenen Standorten, einfachere Wartung, die flexible Integration von Drittanbieter-Technologien und lokalen technischen Support rund um die Uhr.
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